Invertir en el País Vasco

Guía básica sobre normativa laboral, mercantil, contable y fiscal

Sayma
Überweisungen ins Ausland und Devisenkontrolle2019-05-20T09:37:29+02:00

ÜBERWEISUNGEN INS AUSLAND UND DEVISENKONTROLLE

Das Grundprinzip, auf dem die Gesetzgebung im Baskenland aufbaut, ist die Freiheit des Kapitals und der wirtschaftlichen Transaktionen mit dem Ausland. Das heißt, alle Handlungen, Geschäfte und Transaktionen zwischen Ansässigen und Nichtansässigen, die mit Ein- und Auszahlungen ins und aus dem Ausland verbunden sind oder sich daraus ergeben können, Überweisungen ins oder aus dem Ausland sowie Kontobewegungen oder Schuldner- oder Gläubigerpositionen ins Ausland sind frei, wobei durch sektorspezifische Regelungen bestimmte Beschränkungen bestehen können.

Trotz des oben Gesagten sind bestimmte Informationspflichten über diese Bewegungen festgelegt.

01. ERKLÄRUNG VON TRANSAKTIONEN MIT DEM AUSLAND BEI DER BANCO DE ESPAÑA. (Rundschreiben 4/2012 der Banco de España

Natürliche und juristische Personen (öffentliche oder private), die ihren (Wohn)sitz in Spanien haben und Transaktionen mit Nichtansässigen durchführen bzw. Aktiva oder Passiva im Ausland halten, müssen diese der Banco de España zu rein informativen und statistischen Zwecken erklären/melden.

Erklärungs-/Meldepflicht

  • Natürliche, überwiegend in Spanien ansässige Personen1.
  • Juristische Personen mit Sitz in Spanien.
  • Zweigniederlassungen und permanente Betriebsstätten auf dem spanischen Territorium natürlicher oder juristischer Personen mit (Wohn)sitz im Ausland.
  • Andere, die in ähnlichen Fällen durch Vorschriften bestimmt werden

Häufigkeit der Erklärung/Meldung

Hängt vom Volumen der Transaktionen ab, die von den Meldungspflichtigen während des unmittelbar vorangegangen Jahres getätigt wurden, bzw. gegebenenfalls von den Salden der Aktiva und Passiva derselben zum Ende des Vorjahres:

Transaktionsvolumen/Salden Aktiva und PassivaHäufigkeitZeitpunkt der Erklärung
Volumen < 1 mm €Nur auf ausdrückliche Aufforderung der BdE2 Monate nach Antragstellung
1 mm € < Volumen < 100 mm €Jährlich20 Tage nach Ablauf jedes Kalenderjahres
100 mm € < Volumen < 300 mm €Quartalsweise20 Tage nach Ablauf jedes Kalenderquartals
Volumen > 300 mm € Monatlich20 Tage nach Ablauf jedes Kalendermonats

02. ERKLÄRUNG DER EIN- UND AUSFUHR bestimmter Zahlungsmittel2 an die Banco de España

Vor der Einfuhr ins bzw. Ausfuhr aus dem spanischen Territorium von Zahlungsmitteln in der Höhe 10.000 Euro und darüber bzw. der Gegenwert in Fremdwährung muss eine entsprechende Meldung an die Behörde erfolgen.. Falls diese Erklärung nicht erfolgt, sind die spanischen Zollbeamten berechtigt, diese Zahlungsmittel zu konfiszieren.

03. ERKLÄRUNG DER BEWEGUNGEN3bestimmter Zahlungsmittel auf dem spanischen Territorium an die Banco de España

Vor Bewegungen auf dem spanischen Territorium von Zahlungsmitteln in der Höhe 100.000 Euro und darüber bzw. der Gegenwert in Fremdwährung muss ebenfalls eine entsprechende Meldung erfolgen.


1 Ausgenommen akkreditierte spanische Diplomaten im Ausland sowie das spanische Personal der Botschaften und Konsulate bzw. internationaler Organisationen im Ausland.

2 Als „Zahlungsmittel“ gelten Papiergeld und Münzen – in Euro oder Fremdwährungen –, auf den Inhaber lautende Bankschecks in beliebiger Währung sowie jedes andere physische Mittel, einschließlich elektronische, die vom Inhaber als Zahlungsmittel verwendet werden können. Für den alleinigen Zweck der Ausfuhr aus dem bzw. Einfuhr ins spanische Territorium gelten auch als „Zahlungsmittel“ übertragbare Inhaberpapiere, wie z. B. Reiseschecks, handelbare Wertpapiere, einschließlich Schecks, Solawechsel und Zahlungsanweisungen, entweder mit Inhaberklausel, ohne Einschränkung indossiert, auf einen fiktiven Zahlungsempfänger ausgestellt oder in einer anderen Form, die den Übergang des Rechtsanspruchs bei Übergabe bewirkt, sowie unvollständige Papiere (einschließlich Schecks, Solawechsel und Zahlungsanweisungen), die zwar unterzeichnet sind, auf denen aber der Name des Zahlungsempfängers fehlt.

3 Als „Bewegung“ gilt jeder nachweisbare Orts- oder Positionswechsel außerhalb des Wohnsitzes des Inhabers der Zahlungsmittel.