Invertir en el País Vasco

Guía básica sobre normativa laboral, mercantil, contable y fiscal

Sayma
Geschäftsbücher und Anforderungen2019-05-20T09:45:34+02:00

GESCHÄFTSBÜCHER UND ANFORDERUNGEN

Gemäß den geltenden Vorschriften auf dem spanischen Territorium muss jeder Unternehmer eine ordentliche und für die Tätigkeit seines Unternehmens angemessene Buchhaltung führen, die eine chronologische Nachverfolgung aller Vorgänge sowie die regelmäßige Erstellung von Bilanzen und Bestandsaufnahmen ermöglicht.

Das oben Gesagte bedeutet, dass alle Unternehmen ein Hauptbuch führen müssen, in dem die Buchhaltung ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Transaktionen festgehalten wird. Aus den Aufzeichnungen besagter wirtschaftlicher und finanzieller Transaktionen erhalten sie das Inventar- und Bilanzbuch, um nachträglich die Jahresabschlüsse des Unternehmens zu erstellen. Diese regelmäßigen Jahresabschlüsse umfassen das Geschäftsjahr der Gesellschaft, das in der Regel zwölf Monate beträgt und identisch ist mit dem Kalenderjahr, obgleich nicht notwendigerweise.

Alle Bücher und Belege müssen ungeachtet des verwendeten Verfahrens klar und deutlich, nach Datum geordnet, ohne Leerräume, Einfügungen, Durchstreichungen oder Abkratzen geführt werden. Es dürfen keine Abkürzungen verwendet werden, deren Bedeutung nicht dem Gesetz oder der allgemein gängigen Praxis entsprechen.

Die Werte der Buchführung müssen in Euro ausgedrückt sein.

Gemäß Paragraf 30 des Handelsgesetzbuches müssen Unternehmer alle Bücher, Schriftwechsel, Dokumentation und Belege ihres Geschäfts SECHS JAHRE lang ordnungsgemäß aufbewahren, gerechnet ab der letzten Eintragung in den Büchern, es sei denn, es ist durch allgemeine oder besondere Bestimmungen etwas Anderes festgelegt.

Die Verwalter der Gesellschaften sind verpflichtet, die Jahresabschlüsse innerhalb einer Frist von drei Monaten nach dem Abschluss des Geschäftsjahres zu erstellen.

Die Handelsgesellschaften sind außerdem verpflichtet, ein Protokollbuch zu führen, in dem alle in den ordentlichen und außerordentlichen Hauptversammlungen sowie in den anderen Organen der Gesellschaft gefassten Beschlüsse festgehalten sind.

Legalisierung der Bücher

In den Paragrafen 25 bis 41 des spanischen Handelsgesetzes ist festgelegt, dass alle Unternehmen, egal ob Gesellschaften, Selbstständige oder Gütergemeinschaften, verpflichtet sind, im Handelsregister ihres Geschäftssitzes (der nicht mit dem Steuersitz übereinstimmen muss) ihre Bücher zu legalisieren.

Die Unternehmer müssen die Bücher, die sie beim Handelsregister ihres Geschäftssitzes vorzulegen sind, zu ihrer Legalisierung und verpflichtend online, spätestens vier Monate nach dem Datum des Abschlusses des Geschäftsjahres präsentieren. Im Allgemeinen endet die Frist am 30. April.

  • Hauptbuch
  • Inventur und Jahresabschluss
    • Summen und Salden (Inventar). Bilanz der Situation.
    • Ergebnisrechnung
    • Jahresbericht
    • Aufstellung der Veränderungen des Eigenkapitals (*)
    • Kapitalflussrechnung (*)
    • (*) freiwillig für KMUs und verkürzt.

Bücher, die KEINE Abrechnungsbücher sind (Protokollbuch, Partnerverzeichnis, Register für Namensaktien usw.) müssen ebenfalls online legalisiert werden.

Abgabe der Jahresabrechnung

Die Jahresabrechnung der Unternehmen beinhaltet: Bilanz der Situation, Ergebnisrechnung, Aufstellung der Veränderungen des Eigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Jahresbericht. Die Aufstellung der Veränderungen des Eigenkapitals und die Kapitalflussrechnung sind in jenen Fällen freiwillig, in denen der PGC für KMUs gilt bzw. wenn unter Anwendung des PGC das Unternehmen beschlossen hat, seine Jahresabrechnung in verkürzter Form vorzulegen. Um sie in diesem verkürzten Format vorlegen zu können, müssen Unternehmen dieselben Grenzen in Bezug auf Gesamtsumme der Aktivposten, Nettobetrag des Jahresumsatzes und durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter einhalten wie die oben angeführten KMUs.

Im Einklang mit dem im Paragraf 279 der geänderten Fassung des Kapitalgesellschaftsgesetzes („Ley de Sociedades de Capital“) müssen die Verwalter der Gesellschaft nach Genehmigung durch die Gesellschafterversammlung während des darauf folgenden Monats die Jahresabrechnung und gegebenenfalls den Konzernabschluss beim Handelsregister vorlegen. Die Verwalter legen gegebenenfalls auch den Verwaltungsbericht vor sowie den Bericht des Wirtschaftsprüfers, wenn das Unternehmen zu einer Wirtschaftsprüfung verpflichtet ist.