Invertir en el País Vasco

Guía básica sobre normativa laboral, mercantil, contable y fiscal

Sayma
Verpflichtungen zur Wirtschaftsprüfung2019-05-20T09:46:20+02:00

VERPFLICHTUNGEN ZUR WIRTSCHAFTSPRÜFUNG

Die Verpflichtung zur Wirtschaftsprüfung für Unternehmen ist im o. a. Handelsgesetz festgelegt sowie im Gesetz über Wirtschaftsprüfungen, genauer gesagt, im Gesetz 22/2015, vom 20. Juli, über Wirtschaftsprüfungen („Auditoría de Cuentas“) und ihre Durchführungsvorschriften.

Zuerst und gemäß dem im Paragraf 263 des Königlichen Erlasses 1/2010, vom 2. Juli, in dem die geänderte Fassung des Kapitalgesellschaftsgesetzes („Ley de Sociedades de Capital“) verabschiedet wird, Gesagten, müssen „die Jahresabschlüsse und der Verwaltungsbericht von Wirtschaftsprüfern geprüft werden“, wobei von dieser Verpflichtung „jene Unternehmen ausgenommen sind, die während zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren zum Zeitpunkt des Abschlusses beider Geschäftsjahre mindestens zwei der folgenden Bedingungen erfüllen“:

  1. Dass die Gesamtsumme der Aktivposten nicht 2.850.000 Euro überschreitet.
  2. Dass der Nettobetrag ihres Jahresumsatzes nicht 5.700.000 Euro übersteigt.
  3. Dass die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres nicht größer ist als 50.

Ein Unternehmen verliert diese Möglichkeit, wenn es während zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht mehr mindestens zwei der obigen Bedingungen erfüllt.

Im ersten Geschäftsjahr nach ihrer Gründung, Umstrukturierung oder Fusion können Gesellschaften eine verkürzte Bilanz und Aufstellung der Veränderungen des Eigenkapitals erstellen, wenn sie bei Abschluss des fraglichen Geschäftsjahres mindestens zwei der drei o. a. Bedingungen erfüllen.

Bei Gesellschaften, die zu keiner Wirtschaftsprüfung verpflichtet sind, weil sie nicht die in den obigen Absätzen erwähnten Grenzen erreichen, können die Gesellschafter, die mindestens 5 % des Grundkapitals der Gesellschaft repräsentieren, beim Buchprüfer des für den Gesellschaftssitz zuständigen Handelsregisters beantragen, dass er zu Lasten der Gesellschaft einen Wirtschaftsprüfer bestimmt, der die Überprüfung der Jahresabrechnung eines bestimmten Geschäftsjahres übernimmt, sofern nicht bereits drei Monate nach Abschluss des fraglichen Geschäftsjahres verstrichen sind.

Neben dem in den obigen Absätzen Gesagten ist die Wirtschaftsprüfung für jene Unternehmen, ungeachtet ihrer Rechtsform, in folgenden Fällen verpflichtend:

  1. Wenn sie zum Handel an offiziellen sekundären Wertpapiermärkten oder anderen multilateralen Handelssystemen zugelassene Wertpapiere ausgeben.
  2. Wenn sie öffentlich angebotene Obligationen ausgeben.
  3. Wenn sie regelmäßig Finanzvermittlertätigkeiten ausüben, auf jeden Fall aber: Kreditinstitute, Anlageberaterfirmen, Richtungsgesellschaften der offiziellen Sekundärmärkte, Richtungseinrichtungen der multilateralen Handelssysteme, die Systemgesellschaft, zentrale Gegenparteien, die Börsengesellschaft, Verwaltungsgesellschaften der Garantie- oder Investmentfonds sowie alle anderen Finanzinstitute, einschließlich Einrichtungen für kollektive Investitionen, Verbriefungsfonds und ihre Verwalter, die in den einschlägigen Registern der Banco de España und der nationalen Wertpapierkommission eingetragen sind.
  4. Wenn ihre Gesellschaftstätigkeit irgendeine Tätigkeit ist, die der geänderten Fassung des Gesetzes über die Anordnung und Überwachung der privaten Versicherungen, verabschiedet durch den Königlicher Erlass 6/2004 vom 29. Oktober, unterliegt, innerhalb der Grenzen, die vom Gesetz festgelegt sind, sowie Pensionsfonds und ihre Verwaltungseinrichtungen.
  5. Wenn sie verpflichtet sind, Jahresabschlüsse gemäß dem für sie geltenden rechtlichen Rahmen der Finanzinformationen zu erstellen und während eines Geschäftsjahres Subventionen oder öffentliche Unterstützungen in einer Gesamthöhe von mehr als 600.000 Euro erhalten haben. Der Jahresabschluss dieses Geschäftsjahres muss überprüft werden.
  6. Wenn sie verpflichtet sind, Jahresabschlüsse gemäß dem für sie geltenden rechtlichen Rahmen der Finanzinformationen zu erstellen und während eines Geschäftsjahres Verträge mit dem öffentlichen Sektor über einen Gesamtbetrag von mehr als 600.000 abgeschlossen haben und dieser Betrag mehr als 50 % ihres Jahresumsatzes ausmacht. Der Jahresabschluss dieses Geschäftsjahres muss überprüft werden.